DAD (24bit/96kHz DVD) Virgin
Original Soundtrack: Glory
A Call To Arms
After Antietam
Lonely Christmas
Forming The Regiment
The Whipping
Burning The Town Of Darien
Brave Words, Braver Deeds
The Year Of Jubilee
Preparations For Battle
Charging Fort Wagner
An Epitaph To War
Closing Credits
Komponiert und dirigiert von James Horner
Mit dem Boys Choir Of Harlem. Aufnahme: 1989
Ohren-Kino: Säuselnde Stimmen, alles in Butter, aber sofort auch bedrohliches Streichen im Untergrund, und Pauken, bumm, bumm, und anschwellende Stimmen, und anschwellende Streicher, und Trommelwirbel - irgendetwas ist im Tun. Wird etwa Kleopatra bald die Schlange an ihren Busen setzen? Oder die Titanic dem Eisberg die kalte Schulter zeigen? Oder füsselt etwa gar Psycho bei Blitz und Donner diese Treppe zum Geisterhaus hinauf, um durch diesen Duschvorhang zu messern? Oder kommt vielleicht doch ein Prinz geritten, zieht die Schöne aus ihrer misslichen Lage zu sich in den Sattel, und dann küssen sie sich, endlich?
Nichts dergleichen, im falschen Film gesessen, aber möglich wär's gewesen. Und noch ganz anderes. Möglich macht's die Musik; der Film, zu dem sie gehört, erzählt eine andere Geschichte. Jene vom ersten schwarzen Regiment, das im amerikanischen Bürgerkrieg für die Union in den Krieg ziehen darf, unter weissem Kommando, versteht sich, und der junge weisse Kommandant lernt, dass er - auch wenn er doch kein Rassist sein will - erst hart sein muss, einfach gerecht und mutig und vorbildlich dazu, und dann lassen sich der Respekt und die Freundschaft seiner Mannen vielleicht doch gewinnen: „Glory“ (1989) - glory halleluja!?
Die pure Musik von James Horner - er hat auch die zur aktuellen „Zorro“-Neuauflage geschrieben - ist überaus expressiv, meist leise schwärmerisch, in der Schlacht wirbelnd pathetisch, durchzogen von einem eingängig schmeichelnden Leitmotiv und getragen von den engelhaft ungebrochenen Stimmen des Knabenchors von Harlem. Und - Glory! - sie malt so lauschig vor sich hin, die Musik, und lässt jede und jeden den eigenen Film hören. Jedem und jeder einen Oscar (und Darsteller Denzel Washington darf den gewonnen trotzdem behalten)!
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