SBT1384
chf 145.00
3LP (180g Vinyl) SBT1384
Joseph Keilberth dirigiert
Chor & Orchester der Bayreuther Festspiele
Richard Wagner – Der fliegende Holländer
Solisten: Hermann Uhde, Astrid Varnay, Ludwig Weber, Rudolf Lustig, Josef Traxel, Elisabeth Schärtel
Aufnahmejahr: 1955
Schon im Jahre 1951 hatte die Schallplattenfirma Decca mit ihrer deutschen Filiale Teldec in Bayreuth den Parsifal und eine unveröffentlichte Gesamtaufnahme von Wagners Ring eingespielt; Lohengrin folgte zwei Jahre später. Während der “brachliegenden” Jahre 1952 und 1954 waren Verhandlungen mit Wolfgang Wagner, dem Leiter der Festspiele, und der EMI über eine Aufnahme des Rings unter Joseph Keilberth gescheitert. Der Stein des Anstosses war der Exklusivvertrag, den die EMI mit Bayreuth abgeschlossen hatte, als ein Ring-Akt der Festspiele 1951 veröffentlicht wurde. Wolfgang Wagner hatte sich seinerzeit schon nach besten Kräften für die Decca eingesetzt; daher stimmte er bereitwillig der Einspielung seiner Neuinszenierung des Fliegenden Holländers zu, der die Festspiele 1955 eröffnete. Die Firma hatte bereits gute Erfahrungen mit der Platzierung der Mikrophone im Festspielhaus für Mono-Aufnahmen gemacht – vor allem weil der Tonmeister Kenneth Wilkinson sein einziges Mikrofon, einen englischen TK2 Kondensator, hoch oben über der Bühne aufgehängt hatte. Walter Legge hatte schon 1952 den innerbetrieblichen Abteilungen der EMI ein Memorandum gesandt, in dem er seine Bedenken über die Konkurrenzfähigkeit ihrer eigenen Schallplatten vis-à-vis der Tonqualität der Decca ausdrückte. Nun wollte die Decca 1955 ein neues Experiment unternehmen und mit Hilfe von zusätzlichen, vom Tonmeister Roy Wallace sehr geschickt platzierten Mikrofonen Stereo-Aufnahmen machen. In jenem Frühjahr glaubten sie irrigerweise, dass der 1951 geschlosssene Vertrag der EMI eine Lücke enthalte und beschlossen, auch den Ring einzuspielen. Indes: obwohl die Rohschnitte bereits in den Studios in West Hampstead gemacht worden waren, wurde das Projekt wieder auf die lange Bank geschoben – wahrscheinlich, weil der Produzent John Culshaw bereits verlautbart hatte, dass er vorhabe, den Zyklus mit Georg Solti und den Wiener Philharmonikern im Studio aufzunehmen.
(+) zum Vergrößern auf die Bilder klicken
reson extranet (Zugangsdaten per email anfordern):
 |
Booklet SBT1384
|
0.06 MB |
 |