SXL2002
chf 40.00
LP (180g Vinyl) Decca SXL2002
Ludwig von Beethoven -
Klavierkonzert Nr. 5 in Es-Dur
(Emperor)
Seite 1
1. Satz: Allegro
Seite 2
2. Satz: Adagio un poco mosso
3. Satz: Rondo (Allegro)
„Emperor“, so der Beiname von Beethovens fünftem und letztem Klavierkonzert (1809), gilt als das Werk, mit dem der grosse Symphonien-Komponist eine neue Zeit der Konzert-Komposition einleitete: Der Dialog von Soloinstrument und Orchester als zweier gleichberechtigter Partner, wie ihn Mozart in unerreichter Weise noch pflegte, wird im Es-dur Konzert abgelöst vom allumfassenden symphonischen Anspruch.
Vorbei ist das spontane Agieren und Reagieren des Klaviers innerhalb des Orchesters - es hat sich ihm nun anzupassen. Mehr noch: „Die ersten Takte des Es-dur-Konzerts bedeuten die unwiderrufliche Unterwerfung des ehemals kritischen Widersachers (des Klaviers) unter die Allmacht des Orchesters“, wie es im „Konzertführer“ heisst. Die Virtuosität, mit der der ehemalige Widersacher diese Rolle spielt, war allerdings nie zuvor dagewesen. Mag sein, dass Beethoven darum seine Skizzen zu einem sechsten Klavierkonzert verworfen hat. Mit dem fünften war er in der Form des klassischen Konzerts bereits an die Grenzen des Machbaren gegangen.
Clifford Curzon als Solist und die Wiener Philharmoniker unter Leitung von Hans Knappertsbusch interpretieren diesen verlorenen Kampf des Einzelnen gegen das übermächtige Ganze geradezu mitreissend.
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