ASD251

chf 48.00

ASD251
LP (180g Vinyl) EMI ASD251

Sir Thomas Beecham dirigiert das
Royal Philharmonic Orchestra

Nikolaj Rimskij-Korsakow
Scheherazade

1. Satz: Das Meer und Sindbads Schiff
2. Satz: Die Geschichte vom Prinzen Kalender
3. Satz: Der kleine Prinz und die kleine Prinzessin
4. Satz: Das Fest in Bagdad - Das Meer: Das Schiff
zerschellt an einem Felsen, auf dem ein bronzener
Krieger thront

Solist: Steven Staryk, Violine

Aufnahmejahr: 1958


„Wenn die schöne und kluge Scheherazade ihre Geschichten tatsächlich so wirr und nichtssagend - um nicht zu sagen kakophonisch missklingend - erzählt hätte, wie der Komponist sie musikalisch wiedergibt, dann hätte der Sultan sie gewiss schon nach der zweiten oder dritten Nacht aufknüpfen oder ihr den Kopf abschlagen lassen.“
Der amerikanische Musikkritiker, der 1897 - neun Jahre nach ihrer Uraufführung - solche Töne über Rimskij-Korsakows Orchester-Suite „Scheherazade“ spuckte, ist schon zu seiner Zeit vom Publikum in die Nacht der arabischen Wüste geschickt worden. Rimskijs märchenhafte, exotisch-orientalisch angehauchte Tondichtung nach Motiven aus den Geschichten aus „Tausendundeine Nacht“ erfreute sich bald schon grösster Beliebtheit und gehört bis heute zu den meistgespielten Werken überhaupt im symphonischen Repertoire.
Prinzessin Scheherazade also erzählt dem Sultan Schahriar Geschichten, um ihren Kopf zu retten. Dieser hat nämlich geschworen, jede Frau nach der ersten gemeinsamen Nacht umzubringen, damit ihm nie wieder eine untreu sein könne. Sie erzählt vom Seefahrer Sindbad, der sein Schiff durch das wogende Meer steuert und die unglaublichsten Abenteuer erlebt; vom Prinzen Kalender, der sich als Mönch verkleidet durch die Welt bettelt; vom jungen Prinzen und der jungen Prinzessin; von einem rauschenden Fest in Bagdad, das in die tosende Geschichte vom Schiffbruch am Magnetberg ausufert.
Von wegen Kakophonie: Aufs lieblichste säuselt die zartbesaitete Scheherazade (Violine) dem düster grollenden Sultan ihre Geschichten ins Ohr, bis sie zu guter Letzt sein Herz gewinnt. Rimskij muss gespürt haben, dass er mit seinem brillianten, farbenprächtigen Klanggemälde - geschrieben in nur 22 Tagen - eine nicht mehr zu überbietende kompositorische Grenze erreicht hatte. Der geniale Orchestrierungsvirtuose wandte sich danach mehr und mehr der Oper zu.

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