GRV1007

chf 40.00

GRV1007
LP (180g Vinyl) GRV1007

Luqman Hamza
With This Voice

Born To Be Blue
Feeling Good
My One And Only Love
Never Let Me Go
Weaver Of Dreams
Blue Moon
My Funny Valentine
Don’t Get Around Much Anymore
Laura
What Does It Take
With These Hands

Luqman Hamza – Gesang, Piano
Sonny Kenner – Gitarre
Kim Park – Altsaxophon, Flöte
Tyrone Clark – Bass
Tommy Ruskin - Drums

Aufnahmejahr: 2000

„Ich habe Charlie Parker die Strasse runter spazieren sehen. Ich habe Joe Turner die Strasse runter spazieren sehen. Ich bin vor den Türen der grossen Jazz-Clubs herumgehangen und habe der Musik zugehört.“ Das war im Kansas City der frühen 1940er Jahre, damals eine der Hochburgen des Jazz, besucht von lebenden Legenden wie Parker und Turner oder Dinah Washington und Billie Holiday. Auch Billy Eckstine und ein gewisser Jay McShann – der Entdecker von Charlie Parker – wirkten in KC.

Larry Cummings, der Herumhänger vor den Clubs, war damals ein Junge von knapp zehn Jahren, befreundet mit einigen Leuten aus McShanns Band und hoffnungslos infiziert mit dem Musikvirus. Zusammen mit einigen Schulfreunden gründete er Mitte der 40er Jahre The Five Aces, die es bald einmal zu lokaler Bekanntheit brachten. 1952, als die Band auseinanderbrach, hatte Larry bereits beschlossen, Profimusiker zu werden. Also packte er die Gelegenheit beim Schopf und fand sich, knapp über 20, in einer nächtlichen Jam-Session mit Ray Charles auf der Bühne, ebenso mit dem jungen Miles Davis. Aus Larry Cummings war Luqman Hamza geworden, ein Vokalist mit samtenem Tenor, der auch gefühlvoll in die Tasten zu greifen weiss.

Das waren die Anfänge. Später folgte ein Dutzend Jahre in Chicago, die Luqman Hamza rückblickend als seine musikalisch reichsten bezeichnet. Kunststück: „Nothin’ but the best“ hat er dort getroffen – etwa Miles Davis, Dizzy Gillespie, Cannonball Adderly, Horace Silver, Dexter Gordon, John Coltrane, Sonny Stitt – „everything just turned to magic“. 1971 kehrte der Sohn von Kansas City heim in seine Stadt, wo er als selbsternannter „letzter der Jazz-Balladensänger“ auch heute noch lebt und liebt und liedet.

Luqman Hamzas unerschöpfliches Repertoir wird inzwischen auf ungefähr 2000 Songs geschätzt. Im Jahr, das diesem Repertoire entspricht, hat er 15 davon für das aufstrebende Label Groove Note eingespielt. Den Kontakt hergestellt hatte ein gewisser Jay McShann, der ihn schon 1953 bei der Aufnahme von „Madonna“ auf der Orgel begleitet und ihn 1999 zu eigenen Groove Note-Aufnahmen ins Studio mitgenommen hatte. Und weil Wiedersehen Freude macht, hat sich zu Hamzas Millenniums-Album „With This Voice“ Gitarrist Sonny Kenner im Studio eingefunden, ein Freund aus den Zeiten der Five Aces. Jahrzehntealte Freundschaften, (Love-)Songs aus über einem halben Jahrhundert, ein feines Stück Kansas City-Kuchen.

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