DG18383
chf 40.00
LP (180g Vinyl) DGG LPM 18 383
Wolfgang Amadeus Mozart: Konzerte für Klavier und Orchester Nr. 19 F-dur, KV 459 und Nr. 27 B-dur, KV 595 - Clara Haskil und das Bayerische Staatsorchester unter der Leitung von Ferenc Fricsay
Aufnahme: September 1955 in der Jesus-Christus-Kirche, Berlin, von Harald Baudis und Mai 1957 im Herkules Saal, München von Werner Wolf
Produktion: Wolfgang Lohse / Otto Gerdes
Trotz der unterschiedlichen Beliebtheit der Klavierkonzerte Mozarts käme wohl niemand ernsthaft auf die Idee, ein Qualitäts-Ranking für sie zu erstellen. Denn jeder dieser konzentrierten und dennoch oft spielerisch anmutenden Kompositionen kommt unbestritten der Rang eines vollendeten Exemplars ihrer Gattung zu. Angesichts dieser Tatsache lohnt einzig der Blick auf die individuelle Ausprägung der Kunst des Meisters, wie sie bei den beiden hier eingespielten Konzerten kaum unterschiedlicher ausfallen könnte. Scheint der freudig-energische Gestus von KV459 noch vom Überschwang der Wiener Jahre befeuert zu sein, in denen Mozart sein Publikum als Tastenlöwe im Konzertsaal eroberte, so wirkt das späte, nur noch im kleineren Kreis uraufgeführte KV595 milde gestimmt und introvertiert. Die immer wieder gern beschworene Analogie vom letzten Konzert zu Abschied und Todesahnung zu bemühen, wird beim Deuten von Haskils und Fricsays Einspielung gegenstandslos. Die Solistin lässt durch die subtile und fließende Klarheit des Klavierparts unter der straffen und elastischen Opposition des Orchesters die Endzeitfrage im Hintergrund verschwinden und erweist damit ihre Reverenz an die entspannte und abgeklärte Meisterschaft des Salzburgers.
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