LP (180g Vinyl) Chess CH-60008
"The London Howlin' Wolf Sessions" - Howlin’ Wolf (voc, hca, g); Eric Clapton, Hubert Sumlin (g); Steve Winwood (p, org); Ian Stewart (p); Jeffrey M. Carp (hca); Bill Wyman, Phil Upchurch (b); Charlie Watts (dr, cga, perc); a.o.
Aufnahme: 1971 in den Olympic Sound Studios, London, von Glyn Johns
Produktion: Norman Dayron
Während des britischen Blues-Booms in den Sechzigern, mit Protagonisten wie John Mayall's Bluesbreakers, den frühen Fleetwood Mac und den Rolling Stones, gab es eine Reihe von Versuchen, die 'Meister' des Blues wie z.B. Howlin' Wolf, Muddy Waters and John Lee Hooker gemeinsam mit einigen der aufstrebenden weißen Blues-Musikern aufzunehmen. Tatsächlich wurde in den Neunzigern diese Tradition mit J. L. Hookers "The Healer" Projekt fortgesetzt. Leider fehlte den meisten dieser Treffen aber die rechte Kraft, denn Sie wurden häufig mit kleinem Budget und unter Zeitdruck aufgenommen, dazu waren die jungen Musiker einfach zu eingeschüchtert von ihren Idolen, um wirklich kreativen Output beisteuern zu können.
Die hier vorliegenden Sessions sind die Ausnahme von der Regel. Obwohl knapp 60 und unter Herz- und Nierenproblemen leidend war 'The Wolf' dennoch in beeindruckender Form und mit der Unterstützung seines superben Gitarristen Hubert Sumlin, Eric Clapton (der, gemeinsam mit dem Produzenten Norman Dayron, treibenden Kraft dieser Sessions), Charlie Watts, Bill Wyman, Ian Stewart, Stevie Winwood, plus einer Reihe von Zufallsgästen, entstand pures 'blues gold'.
Angeblich soll Howlin’ Wolf das Projekt, mit weißen Briten zu musizieren, anfangs skeptisch beurteilt haben, wofür auch einige Coverphotos sprechen. Den Resultaten hört man derlei aber keineswegs an. Hinterher ist man eben immer klüger ...
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