33CX1094

Maria Callas:
Tosca (2LP)

2LP (180g Vinyl) EMI 33CX1094

Victor De Sabata dirigiert Orchester und Chor der Mailänder Scala

Giacomo Puccini – Tosca

Seite 1 1. Akt (Teil I)

Seite 2 1. Akt (Schluss) 2. Akt (Teil I)

Seite 3 2. Akt (Schluss)

Seite 4 3. Akt

Solisten: Maria Meneghini Callas (Tosca) Giuseppe Di Stefano, Tito Gobbi, Franco Calabrese, Angelo Mercuriali, Alvaro Cordova, Dario Caselli, Melchiorre Luise

Aufnahmejahr: 1953

CHF 80.00
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Puccini-Opern sind wahre Füllhörner an allem, was grosses Musiktheater ausmacht: Liebe, Leidenschaft, Hoffnung, versprochenes Glück und geerntetes Leid, Lüge, Intrige, Verrat, Mord und Totschlag – Achterbahnen der Gefühle und Emotionen. Und Giacomo Puccini war wahrlich ein Maestro in diesen Angelegenheiten und traf den richtigen „Ton“ in Worten, Bildern, Gesten und Klängen.

So auch bei „Tosca“, einem seit seiner Uraufführung im Jahr 1900 bis heute bestandenen Dauerbrenner auf allen grossen Bühnen der Welt: Im Rom von 1800 treibt also der Chef der Geheimpolizei, Scarpia, im Dienst der neu installierten Monarchisten sein Unwesen, und er macht den Anhängern der Republik das Leben zur Hölle. So verfolgt er den aus der Haft entflohenen bisherigen Konsul Angelotti, dem der befreundete Kunstmaler Cavaradossi zu einem Unterschlupf verhilft. Und selber liebäugelt der perfide Polizeichef mit Cavaradossis Geliebter, der ziemlich launischen und reichlich eifersüchtigen Opernsängerin Floria Tosca. Nach einigen emotionalen Irrungen und Wirrungen kommt es, wie es kommen musste: Scarpia bittet Tosca zu sich aufs Revier, während er im Nebenzimmer Cavaradossi foltern lässt, um ein Geständnis zu erpressen. Tosca erträgt seine Schreie nicht und verrät das Versteck Angelottis. Dieser entzieht sich seiner Verhaftung, indem er sich das Leben nimmt, und Scarpia droht nun Tosca, ihr Geliebter werde auch nicht lebend aus der Geschichte kommen – es sei denn … Auf Toscas Frage, welches denn der Preis sei („Quanto?“), gibt er ihr zu verstehen, sie selbst sei der Preis. Tosca ist gebrochen, willigt ein, lässt für sich und den Geliebten Ausreisepapiere ausstellen und ersticht Scarpia, als er seinen Preis in Empfang nehmen will. Entgegen der Vereinbarung wird schliesslich Cavaradossi nicht nur zum Schein erschossen und in die Freiheit entlassen, Tosca muss feststellen, dass er tatsächlich umgebracht wurde. Ihren Häschern, die den Mord an Scarpia entdeckt haben, entkommt sie nur, indem sie sich ebenfalls das Leben nimmt.

Die Geschichte der Tosca, komponiert nach einem reisserisch-effektvollen Stück des französischen Dramatikers Victorien Sardou (1887), hat Puccini schon angezogen, als er noch mit Toscas Vorgängerin „La Bohème“ (1896) beschäftigt war. Noch stärker als diese ist „Tosca“ eine ausgeprägt „veristische“ Oper – nach dem italienischen Begriff „verismo“, der dem deutschen „Naturalismus“ entspricht. Puccini war der grosse Repräsentant des „verismo“, allerdings scheute er stets davor zurück, den Naturalismus allzu dick auszubreiten, und vermochte krasse Textstellen oder brutale Szenen wie die berühmte Folterszene im zweiten Akt musikalisch abzudämpfen. – Die vorliegende Aufnahme ist ein besonderer Leckerbissen aus dem Jahr 1953, eingespielt an der namhaften Mailänder Scala mit den Grössen ihrer Zeit – allen voran mit Maria Callas, damals in ihrem 30. Lebensjahr, gesanglich längst auf der Höhe, in der Titelrolle.

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